Geboren im Juni 2016, irgendwo an der holländischen Grenze.

Urmel stand am Schlachttransport. Er war gerade mal 1 jahr alt. 2 Ponys wollten wir
retten. 6 waren allerdings noch da. Natürlich haben wir alle 6 gekauft und eingepackt.
Die kleinen standen völlig nass geschwitzt und verängstigt in einem dunklen
Verschlag, die Nummer 6 hätten wir fast übersehen, so eng hatte er sich in eine
dunkle Ecke gezwängt. Zuhause nach dem abladen war der Transporter voller
großer Würmer. Nichts für schwache Mägen. Die kleinen hatten schon blasse
Schleimhäute und knallharte Bäuche. Wir haben fast 2 Monate gebraucht, um sie
möglichst schonend aber trotzdem zügig von den Darmparasiten zu befreien. Sie
erhalten sich allmählich und so langsam konnten wir fast alle gut anfassen. Sie
hatten wirklich ein Trauma. Von den 6 Jährlingen konnten wir 3 auf wunderbare
Plätze vermitteln. Den kleinen Theo haben wir leider verloren.

Urmel ist also bei uns geblieben. Er ist mit seinen gigantischen 72 cm nun fast
ausgewachsen und noch komplett, also ein ganzer Kerl. Urmel weiß wohl aber nicht,
dass er noch Hengst ist. Ausser dass er ab und an mal halbherzig zwicken möchte,
hat er keine hengstigen Eigenschaften – noch nicht zumindest. Urmel ist kein
Kinderpony (wenn es die überhaupt gibt), zu viel Gedränge um ihn herum mag er
nicht. Dann könnte er mal kicken. Trotzdem macht er mit uns jeden Blödsinn mit, er
weiß, dass wir in beschützen.

Und gelehrtig ist er auch. Wenn es an die Bodenarbeit geht, wird er ganz eifrig. Er
kann „Kompliment“, „scharren“, „nein sagen“; und „;steigen“; sowie „hinlegen“; klappt
auch ziemlich zuverlässig. Er folgt in jedem Tempo ohne Führstrick.
Natürlich ist er auch frech, wie wohl alle Ponys. Ein richtiger Lausejunge, der gerne
mal aus Tür oder Tor entwischt. Er will ja aber gar nicht abhauen sondern geht dann
gucken was es noch so tolles gibt was kleine Ponyjungs eben gebrauchen können.
Auf den Bildern sieht seine Nase irgendwie dick aus. Das ist alles Fell, wohl sein
Zeichen der Männlichkeit. Also keine Sorge, er ist nicht deformiert oder hat
Probleme.

Urmels monatliche Kosten belaufen sich auf 95.-

Das beinhaltet Box, Einstreu, Futter, Weidegang, Versicherung und Betriebskosten.
Urmel täte auch eine Pflegepatenschaft sehr gut. Da würden wir uns jemanden
wünschen, der ihn als Persönlichkeit erkennt und sich entsprechend um ihn
kümmert. Das müsste nicht täglich aber doch regelmäßig sein. Jemand mit
Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit würden wir uns für unseren Urmel
wünschen.